VII - Verein ehemaliger Isomax-Interessenten e.V.

15.01.2013

Im Jahr 2005 hatte Dr. Kunkel alle Rechte an der Isomax-Technologie erworben und im Jahr 2006 alle Verträge gekündigt bzw. wegen arglistiger Täuschung angefochten.
Ende 2011 wurden zwei Gerichtsverfahren, in denen Herr Edmond D. Krecké  als Kläger gegen Herrn Dr. Kunkel auf Vertragserfüllung und Zahlung der Kaufsumme klagte, in der dritten Instanz vor dem Bundesgerichtshof abgewiesen.

Damit wurde Krecké der arglistigen Täuschung überführt.


Nähere Informationen hierzu finden Sie unter dem Menüpunkt Gerichtsverfahren.


Update: 16.01.2013

Anmerkungen zu einem
ISOMAX-Nullenergie-Verwaltungsgebäude
Auf den Internetseiten www.isomax-terrasol.de der T.H. Technology Consulting Holding A.G. (diese befindet sich übrigens in Liquidation) veröffentlichte Herr Krecké als ISOMAX-Know-How-Geber und (ehemaliger) Inhaber dieser Gesellschaft folgende im Zusammenhang mit Referenzgebäuden stehende Aussagen / Berichte:

Wenn Sie dem Link http://www.isomax-terrasol.eu/de/referenzen.html folgten, sahen Sie unter der Überschrift „ISOMAX-TERRASOL Passiv-Haus/Nullenergiegebäude Referenzen“ die Bilder zahlreicher Gebäude. Inzwischen finden Sie diese Gebäude auf der Webseite nicht mehr. Etwas weiter unten im Text finden Sie jedoch eine PDF-Datei zum Download, welche auf den Seiten 3 bis 5 Screenshots der damaligen Webseite enthält.

Das mittlere Bild der zweiten Reihe auf Seite 3 dieser PDF-Datei mit der Unterschrift „Wohn-Bürogebäude, Lu-82/84“ zeigt ein Gebäude in Luxemburg. In ISOMAX-Unterlagen suchten Sie genaue Standortangaben von Referenzen vergeblich, deshalb hier die Adresse:

15-17, rue de Grundhof in 6315 Beaufort, Luxemburg    

Das Gebäude wurde von Herrn Krecké errichtet, diente bis ca. 2006 der Firma ISOMAX Castellum Investment AG als Geschäftssitz und wurde nach unserem Kenntnisstand von Herrn Krecké zahlreichen Interessenten und Besuchern als ISOMAX-Passivhaus oder ISOMAX-Nullenergiehaus vorgestellt.

Wenn man damals nun auf der vertikalen Menue-Leiste der Isomax-Webseite auf „Betriebsberichte“ klickte und anschließend die Tabelle unter dem Bild mit der Unterschrift „Wohn- und Verwaltungsgebäude Lu“ aufrief, konnte man dort sehen, dass der Erfahrungs- und Betriebsbericht mit der Angabe des Heizenergieverbrauchs von 18,6 kWh/m²/a mit Datum vom 03.03.2003 von Herrn Krecké unterzeichnet wurde. Diesen Betriebsbericht finden Sie auf Seite 4 unserer PDF-Datei.

Nach der vom Passivhaus Institut Darmstadt vorgegebenen Definition muß ein Passivhaus folgende Kriterien erfüllen:

                            Heizwärmebedarf       < 15 kWh/(m² a)

                            Primärenergiebedarf  < 120 kWh/(m² a) inkl. aller elektrischen Verbraucher

Wegen des angegebenen und angeblichen Heizenergieverbauchs von 18,6 kWh/(m² a), der die Grenze von 15 kWh/(m² a) deutlich übersteigt, dürfte das o. g. Gebäude schon nicht als Passivhaus oder gar als Nullenergie-Gebäude bezeichnet werden.

Im Auftrag der Hausverwaltung Hellers Gast Immobilière aus Mondorf-Les-Bains in Luxemburg wurde am 31.12.2009 von der Firma DAL ZOTTO & Associés ein Energiepass für das Gebäude erstellt.

 Energiepass ISOMAX-Verwaltungsgebäude Luxemburg

Seite 1 des Energiepasses zeigt, dass das Gebäude in die zweitschlechteste Energieeffiziensklasse H mit dem zweithöchsten Energiebedarf eingeordnet wurde. Seite 2 weist den maßgeblichen Primärenergiebedarf von

340,2 kWh/(m² a)

und einen Heizenergiebedarf von

96,6 kWh/(m² a)

aus.

Die Begriffe Primärenergiebedarf und Heizwärmebedarf sind ebenfalls auf Seite 2 erläutert.

Der im Energiepass angegebene Wert des Primärenergiebedarfs von 340,2 kWh/(m² a) übersteigt den für ein Passivhaus zulässigen Wert

von 120 kWh/(m² a)

um das 2,8 fache.

Der im Energiepass angegebene Wert des Heizwärmebedarfs von 96,6 kWh/(m² a) übersteigt den für ein Passivhaus zulässigen Wert

von 15 kWh((m² a)

um das 6,4 fache und den von Herrn Krecké angegebenen Wert

von 18,6 kWh/(m² a)

um das 5,2 fache.

Auf Seite 5 des Energiepasses werden Vorschläge zur energetischen Verbesserung des Gebäudes unterbreitet: Mit 16 cm Wärmedämmung auf den Außenwänden käme das Gebäude in die nächstbessere Energieeffizienzklasse G mit einem Primärenergiebedarf zwischen 225 und 280 kWh/(m² a) und ist auch dann noch von einem Passivhaus weit entfernt.

Da – wie erwähnt – das Gebäude Herrn Krecké als Geschäftssitz für seine ISOMAX-Aktivitäten diente, war es das ISOMAX-Referenzgebäude überhaupt.

Der Aufenthalt in diesem Gebäude, insbesondere im Konferenzzimmer, das Erlebnis angenehmer, ausreichend hoher Temperaturen während der Heizperiode, ohne dass Heizkörper zu sehen sind, und die Erläuterungen von Herrn Krecké zur ISOMAX-Technik überzeugten nach unserer Ansicht viele Besucher und bewog zahlreiche von ihnen, Know-How-Verträge für den Vertrieb der ISOMAX-Technik zu unterzeichnen.

Nachdem Krecké nachgewiesen wurde, dass diese Gebäude weder ein Passiv-Haus noch ein Nullenergie-Gebäude ist und der Heizenergiebedarf weit über dem von ihm angegebenen 18,6 kWh (m² a) liegt, lässt er über seinen Anwalt mit Schreiben vom 02.01.2013 verkünden:

"Der von meiner Mandantschaft ursprünglich angegebene Wert von 18,6 (kWh/m2/a) war unter Berücksichtigung der damaligen örtlichen und baulichen Gegebenheiten zutreffend.

Mein Mandant betrieb damals in der der hinter dem Wohnhaus gelegenen Halle eine große Styropor-Produktion. Die enorme Menge an erheblichen Kühlwasser wurde von ihm umweltfreundlich und wirtschaftlich über einen 60.000ltr. Erdspeichertank gespeichert und zum Heizen des Gebäudes und der Warmwasseraufbereitung genutzt."

Der Leser möge sich dieses Zitat auf der Zunge zergehen lassen. Da behauptet der Herr Krecké, vom Jahr 2005 bis 2007, dass dieses Haus in Beaufort, in dem der Isomax-Geschäftssitz war und in dem er eine Wohnung unterhielt, nur einen geringen Heizenergiebedarf von besagten 18,6 kWh / m²a aufweist, um dann Ende des Jahres 2012 einzuräumen, dass dies nur durch die Abwärme eine externen Produktionsstätte möglich war.

Sie können sich Ihr eigenes Bild machen, wenn Sie die Webseite besuchen und unter Referenzen/Projekte nacheinander auf die verschiedenen Großprojekte auf der vertikalen Menueleiste klicken. Jeweils unter den Überschriften „ISOMAX-TERRASOL Passivhaus/Nullenergiegebäude“ oder „ISOMAX-TERRASOL Niedrigenergiegebäude“ erscheinen verschiedene Projekte. Entweder handelt es sich um unverfängliche Angaben zu eventuellen Bauvorhaben oder um Bauvorhaben ohne ISOMAX-Klimatisierung. Sofern ISOMAX-Klimatisierungskomponenten zu sehen sind, fehlen (glaubhafte) Angaben zum Energiebedarf. Zu einzelnen „Großprojekten“ werden wir gesondert Stellung beziehen.

Eine frühere Version der Webseite zeigte ein Bild eines der beiden Holzhäuser in Much bei Köln mit der Unterschrift „Holzhaus: Deutschland 2005“. Bei beiden Holzhäusern in Much versagte die ISOMAX-Klimatisierung vollständig; hierzu liegen Gutachten vor, die angefordert werden können. 

Herr Krecké behauptet, dass die Isomax-Technologie bei diesen Häusern nicht richtig / nicht vollständig angewandt wurde.

Wir können weitere Bauvorhaben im deutschsprachigen Raum nachweisen, bei denen der Versuch, die ISOMAX-Technik einzusetzen, kläglich gescheitert ist, teilweise mit Gutachten belegt.

Den gesamten Beitrag inkl. Anlagen sowie der oben genannten Screenshots der damaligen Isomax-Webseite können Sie unter folgendem Link herunterladen:

ISOMAX-Technologie

                                                   
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14.10.2009 - Update 16.01.2013

Von Know-How-Verträgen und dem Much-Syndrom

Im Jahr 2004 schloss der Patentrechte-Inhaber Herr Krecké mit einem deutschen Holzhaushersteller einen sogenannten Know-How-Vertrag ab. Ein solcher Vertrag sieht vor, dass der Lizenznehmer (LN), in diesem Fall der Holzhaushersteller, in seinem Lizenzgebiet Isomax-/Terrasol-Gebäude bauen darf und dem Lizenzgeber (LG) Herrn Krecké aus den Einnahmen die Nutzung der Patent- und Markenrechte bezahlt. Erwähnenswert ist , dass jeder Know-How-Vertrag eine Mindestanzahl von zu erstellenden Objekten über einen gewissen Zeitraum vorsieht, was dem LG kontinuierliche Lizenzeinnahmen garantiert (die Lizenzgebühren müssen auch für den Fall geleistet werden, dass kein Isomax-/Terrasol-Gebäude gebaut wurde oder werden konnte).

In diesem Fall mietete der LN auch eine Halle des LG in Tomaszowo (Polen), wo die Produktionsstätte der Isomax-/Terrasol-Gebäude liegt, zur Produktion der Isomax-/Terrasol-Holzhäuser an. Kurze Zeit später entstanden zwei solche Häuser in der Nähe von Köln, wobei das zweite, das etwas später gebaut wurde, als Musterhaus der Isomax-/Terrasol-Technologie in Deutschland dienen sollte. Das besondere an dem zweiten Haus war, dass alle am Bau beteiligten versuchten, die nicht definierbaren Fehler des ersten Hauses zu korrigieren, denn – es funktionierte nicht…

Nach Fertigstellung des zweiten Hauses im Sommer 2006 war man anfangs zuversichtlich, dass es funktionieren würde. Dann wurde jedoch festgestellt, dass die Kühlung nicht funktionierte, das Haus heizte sich im Sommer stark auf. Dieser Fehler – keine Kühlung zu haben – war zu verschmerzen, gab es doch Anlass zur Hoffnung im Winter 2006/2007 über eine funktionierende Heizung zu verfügen. Aber – und Sie werden es ahnen – im Winter wurde das Gebäude nicht warm, was man auf eine zu kurze Phase des Einspeicherns von solarer Wärme zurückführte. Man wollte die Speicherphase des Sommers 2007 abwarten, um erfahren zu können, wie es dann im nächsten Winter (also 2007/2008) um die Heizung bestellt ist.

Die Beheizung des Hauses, ausgestattet mit der Isomax-/Terrasol-Technik, funktioniert auch dann nicht; es muss elektrisch beheizt werden. Der Holzhaushersteller musste letztendlich Insolvenz anmelden.

Der Verein weist darauf hin, dass alle Sachverhalte nachweisbar sind. Die Firmen, die handelnden Personen und die Gebäude sind bekannt, Verträge liegen ebenfalls vor. Der Lizenzgeber Herr Krecké war während der Bauphase anwesend und hat diese überwacht. Dass die Isomax-/Terrasol-Technologie nicht funktioniert, hängt nicht mit angeblich fehlerhafter Ausführung zusammen.

Update 15.01.2013:
Wir wurden von Kreckés Anwalt aufgefordert, unter diesem Text folgendes zu vermerken: "Diese Ausführungen sind unzutreffend - siehe vorgenannte Informationsbroschüre".

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11.10.2009 - Update 16.01.2013

Nobelpreis

Die Isomax-/Terrasol-Organisation verbreitet im Internet unter

http://forum.isomax-terrasol.eu/viewtopic.php?f=4&t=236,


dass der VDI Verein Deutscher Ingeniere e.V. habe den Patentrechte-Inhaber, Herrn Krecké, als nobelpreiswürdig dargestellt.

Diese Darstellung stammt noch aus der Zeit als dem Patentrechte-Inhaber die Aussagen zur Verbreitung der Isomax -Technik geglaubt wurden, so. z.B. behauptet er, dass die Technik

  • in 78 Ländern der Welt eingesetzt
  • über 100.000 Wohneinheiten gebaut
  • in allen Klimazonen erprobt
ist.

Nachfolgend sehen Sie den ersten Entwurf des VDI-Schreibens, welcher von Krecké korrekturgelesen und handschriftlich ergänzt wurde, bevor er dann verschickt wurde. 


Heute, wo bekannt ist, dass die Isomax-/Terrasol-Technik nach unserer Ansicht nicht funktioniert und nicht eingesetzt werden kann, würde ein solches Schreiben vom VDI niemals versendet werden.

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11.10.2009

Friedens-Nobel-Preis-Nominierter

In der Einladung zu dem Vortrag vom 14.01.2008 in Arizona wird Herrn Krecké nachgesagt, er sei dreimal für den Friedens-Nobelpreis nominiert worden (siehe hierzu Datei "Einladung als pdf-Dokument" weiter unten). Dem Wortlaut nach heißt es:

"Honored three-time nominee for the prestigious Nobel Peace Prize"

Der VII Verein ehemaliger Isomax-Interessenten e.V. sucht einen Nachweis für diese Aussage. Die Namen der Nominierten werden jedoch leider erst 50 Jahre nach der Nominierung veröffentlicht...

Auf den Internet-Seiten des Nobel-Institutes können Sie das in englischer Sprache nachlesen.


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09.10.2009 - Update 16.01.2013

Dipl.-Ing.? Professor? Oder Doktor?

Herr Krecké bezeichnet sich selbst als Diplom-Ingenieur. Nicht ganz klar ist, in welchem Bereich er diplomiert hat. Im Rahmen seiner Zeugenaussage vor dem Bezirksgericht in Bülach, Schweiz, gibt er als Beruf an:

"Diplom Ingenieur Maschinen- Hoch- und Tiefbau"

Auf der Internetseite der Isomax-/Terrasol-Gruppe können Sie in seinem Lebenslauf lesen:

"Studium: Dipl.-Ingenieur / Physik"

In Herrn Kreckés Lebenslauf findet sich kein weiterer Hinweis auf seine akademische Laufbahn. Es ist nicht ersichtlich, wann oder wo er studiert und diplomiert hat.

Im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung wurde Herr Krecké mehrfach aufgefordert, er möge seine Diplom-Urkunde vorlegen; dies ignorierte er lange Zeit. Dann endlich kam in einem weiteren Schriftsatz vom 27.11.2008 die folgende Nachricht von seinem Anwalt:

"Zu i ist anzumerken, dass die Diplom-Urkunde in dem Anwesen in Luxemburg an der
Wand hängt; dieses Anwesen wurde von dem Beklagten teilweise erworben. Selbstverständlich hat er diese Urkunde mehrfach in Augenschein genommen."

Dr. Kunkel hat dort tatsächlich aber nie eine solche Urkunde an der Wand hängen gesehen, die er "mehrfach in Augenschein" hätte nehmen können.

Unsere Meinung hierzu: Krecké könnte der leidigen Diskussion über seine akademische Ausbildung leicht ein Ende bereiten, wenn er seine angeblich vorhandene Diplom-Urkunde einmal vorlegte. Dass er das nicht tut, lässt natürlich Raum für entsprechende Spekulationen.


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